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BAI Informationsbroschüre Hedgefonds

Informationsbroschüre Hedgefonds 9 tels aller verfügbaren Anlageinstrumente auszunutzen. Der Fonds unterliegt dabei selten einer regiona- len Beschränkung. Ein wichtiger Baustein bei der Strategiebildung sind die Fiskal- und Geldpolitik, aber auch ökonomische Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Zahlungsbilanzstrukturen, Staatsver- schuldung oder Arbeitslosigkeit werden in die Analyse einbezogen. Der Fondsmanager benötigt daher ein sehr breites Verständnis für makroökonomische Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf die Märkte sowie die Fähigkeit, die gewonnenen Erkenntnisse schnell umsetzen zu können. Auch die Art der Titelauswahl, ob quantitativ oder nicht quantitativ, ist nicht grundsätzlich festgelegt. Die Global Macro-Strategie war die bei weitem populärste in den 1990er Jahren, in denen nahezu 70% aller Hed- gefonds nach ihr handelten. Managed Futures werden häufig als Hedgefonds-Strategie betrachtet, können jedoch grundsätzlich auch als eigenständige Strategie betrachtet werden. Ein Managed Futures-Fonds lässt sein Anlagever- mögen von Commodity Trading Advisors (CTAs) verwalten. Ein CTA analysiert Kursschwankun- gen an den Märkten, um daraus geeignete Kauf- und Verkaufszeitpunkte zu ermitteln, und erhält für seine Beratung eine Gebühr. Das Investitionsspektrum kann sich auf alle verfügbaren Anlageklassen erstrecken, wobei sich die eingegangenen Long- und Short-Positionen auf börsengehandelte Futures, Optionen und Forwards konzentrieren. Dazu gehören Futures auf Wertpapiere, Währungen, Staatsan- leihen oder auch Rohstoffe. Managed Futures arbeiten mit großer Hebelwirkung, da bei den gehandel- ten Futures lediglich eine Sicherheitsmargin hinterlegt werden und nicht die Nominale aufgebracht werden muss. Für gewöhnlich besteht ein Managed Futures-Portfolio aus bis zu 100 Kontrakten. Um die sich daraus ergebenen Risiken zu minimieren, arbeiten viele Fonds mit Stop-Loss-Marken und limitieren den Maximalverlust einer Position. Grundsätzlich kann bei Managed Futures zwischen Trendfolge- und Gegentrend-Strategien (Contrarian) unterschieden werden. Dazu wird ausgenutzt, dass bspw. bestimmte Rohstoffe im Gegensatz zu Wertpapieren eher dazu tendieren, einem Trend zu folgen. Zur Prognose der Kursverläufe werden Modelle eingesetzt, die technischer und/oder funda- mentaler Natur sind und in regelmäßigen Abständen angepasst werden. Die technischen Modelle ver- folgen einen quantitativen Ansatz, der historische Daten zur Prognose zukünftiger Entwicklungen nutzt. Fundamental hingegen werden der Wert eines Futures und mögliche Schwankungen anhand geeigneter Indikatoren analysiert. Unabhängig vom Modell kann die Entscheidungsfindung systema- tisch mittels direkter Umsetzung eines Modellsignals oder diskretionär, wobei der Fondsmanager die letzte Entscheidungsgewalt hat, erfolgen. Diese Signale können bspw. erzeugt werden, wenn sich be- stimmte gleitende Durchschnittswerte (wie der 50- oder der 200-Tage-Durchschnitt) kreuzen. Quelle: Credit Suisse.

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