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BAI Informationsbroschüre Hedgefonds

Informationsbroschüre Hedgefonds 7 Der erste Hedgefonds geht auf das Jahr 1949 und Alfred W. Jones zurück. Er bemerkte, dass es mög- lich ist, durch gezieltes Kaufen unterbewerteter und Leerverkäufe überbewerteter Aktien das Marktri- siko des Portfolios zu reduzieren. Diese Strategie kommt der heute unter “Equity Market Neutral“ bekannten am nächsten. Durch die marktneutrale Ausrichtung des Fonds konnte Jones marktunabhän- gig eine positive Rendite erwirtschaften. Zusätzlich setzte er Fremdkapital ein, um über Hebeleffekte die Rendite zusätzlich zu steigern. Jones legte damit den Grundstein für alle folgenden Hedgefonds. So nutzte er bereits das heute immer noch übliche Vergütungssystem, welches aus Management und Per- formance Fee besteht und war mit eigenem Kapital am Fonds beteiligt. 1954 begann Jones, externe Manager zu suchen, die Teile des Fondsvermögens verwalten sollten. Dies gilt als Geburtsstunde des Dach-Hedgefonds-Konzepts. Im Jahr 1966 schließlich veröffentlichte das „Forbes Magazine“ einen Artikel zu der von Jones einge- setzten Strategie, in dem erstmals die Bezeichnung „Hedge Fund“ genutzt wurde. Durch diesen Arti- kel wurde die Idee des Hedgefonds an der Wall Street und bei vermögenden Privatpersonen bekannt und vielfach kopiert und weiterentwickelt. Innerhalb weniger Jahre entstanden über 200 Fonds dieser Art. Die Währungskrisen mit Zusammenbruch des Bretton Woods – Systems in den 1970er Jahren sorgten allerdings auch bei den Hedgefonds für Verluste, so dass sich ihre Anzahl bis in die 1990er Jahre stark verringerte. Seitdem allerdings wurden mehrere tausend Hedgefonds mit immer neuen Anlagestrategien aufgelegt. In den Jahren nach dem Platzen der Dotcom-Blase konnten Hedgefonds traditionelle Fonds outperformen, während an den Aktienmärkten gravierende Kursverluste zu ver- zeichnen waren. Diese Entwicklung unterstrich die Notwendigkeit, ein Portfolio über Aktien und An- leihen hinaus zu diversifizieren und führte seitens institutioneller Investoren zu einer steigenden Nach- frage nach Hedgefonds. Aus dem Nischenprodukt früherer Jahre ist so ein ausgewachsenes Marktseg- ment geworden, dessen Gesamtvolumen mittlerweile 2,7 Bill. US-Dollar beträgt. Hedgefonds können als Singlefonds oder Dachfonds aufgelegt sein und investieren. Während Single- fonds ihre Portfolios in Bezug auf Häufigkeit der Transaktionen und Diversifikationsgrad aktiv mana- gen, verteilen Dachfonds ihr Kapital auf die sich im Markt befindlichen Singlefonds. Je nach Größe des Dachfonds kann die Anzahl der Zielfonds zwischen einigen wenigen und in etwa 40 Fonds variie- ren. Dabei gilt die Regel: Je spezialisierter er ist, desto kleiner ist das Anlagespektrum und die Anzahl der Zielfonds. Ziel ist es, durch die Diversifizierung auf mehrere Manager das Risiko im Vergleich zu einem Direktinvestment zu senken. Dabei kann sich der Dachfonds auf Hedgefonds mit einer be- stimmten Strategie beschränken oder aber in solche mit verschiedenen Strategien investieren. Im Ver- gleich mit Singlefonds müssen Investoren allerdings mit höheren Kosten rechnen, da sowohl für den Dachfonds als auch für die Zielfonds Gebühren anfallen. Die Vorteile eines Dachfonds-Investments sind die niedrigeren Mindestanlagebeträge, eine höhere Liquidität sowie Risikodiversifizierung und ein allgemein verbesserter Zugang zu Hedgefonds. 1.2 Strategien Hedgefonds-Strategien lassen sich über die Einteilung in Tactical, Event Driven und Relative Value hinaus weiter untergliedern. Die folgende Grafik zeigt dazu einen möglichen Ansatz:

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