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BAI Informationsbroschüre Hedgefonds

Informationsbroschüre Hedgefonds 11 Aktien eines Unternehmens zu vollziehen, gehandelt. Bei dem Optionsrecht handelt es sich um eine Kaufoption mit dem Recht, die Wandelanleihe in eine vorher festgelegte Anzahl von Aktien umzu- wandeln, meist in Aktien des Emittenten. Wandelanleihen können auch die Möglichkeit eines Tauschs von Fremd- in Eigenkapital verbriefen. Die Hedgefonds-Strategie zielt darauf ab, Bewertungsunter- schiede zwischen Aktien eines Unternehmens und den dazugehörigen Wandelanleihen zu identifizie- ren und daraus mittels Kauf und Leerverkauf der zugehörigen Aktie einen Gewinn zu erzielen. Dadurch sichert er sich gegen fallende Aktienkurse ab und erwirtschaftet von der Aktienkursentwick- lung unabhängige Erträge. Der Kurs der Wandelanleihe reagiert bei Aktienkursen, die eine Wandlung attraktiv werden lassen, sensitiver auf die Aktienkursschwankungen. Ist der Aktienkurs hingegen nied- rig und eine Umwandlung in Aktien unattraktiv, so reagiert der Anleihekurs verstärkt wie eine Anleihe und ist gegenüber dem Aktienkurs weniger sensitiv. Fixed Income Arbitrage-Strategien befassen sich mit allen Arten von festverzinslichen Wertpapieren, wie bspw. Staats- oder Unternehmensanleihen. Auch derivative Instrumente wie Credit Default Swaps (Finanzinstrumente mit Versicherungseigenschaften) werden gehandelt. Das Management sucht dann nach Preisungleichgewichten zwischen Anleihen oder deren Derivaten. Capital Structure Arbitrage nutzt den Umstand, dass die Kapitalstruktur eines Unternehmens, die sich aus Eigen- und Fremdkapi- tal mit unterschiedlichen Rangstufen zusammensetzt, auf bestimmte Entwicklungen in ihrem Wert unterschiedlich reagiert. So reagiert das verbriefte Eigenkapital in Form ausgegebener Wertpapiere auf eine schlechte Ertragslage gewohnheitsmäßig anders und schneller als der Wert des Fremdkapitals. Auch innerhalb des Fremdkapitalstocks kann es zu Bewertungsunterschieden kommen. Oftmals spie- len die Kreditratings externer Agenturen eine Rolle bei der Bewertung. Die Zinsstrukturkurve be- schreibt und ermöglicht den Vergleich von Renditen ähnlicher Anleihen, die verschiedene Laufzeiten haben. Anhand von Yield Curve Arbitrage-Strategien können mittels des bewährten Methodenkas- tens Veränderungen in Form und Verlauf der Zinsstrukturkurve genutzt werden, wenn sie vom Fondsmanagement rechtzeitig antizipiert wurden. So können bspw. das lange und das kurze Ende der Kurve gegeneinander gehandelt werden. Häufig spielen über die Fiskal- und Geldpolitik hinaus volkswirtschaftliche Indikatoren eine Rolle, so dass auch Know-how über Analyse und Interpretation makroökonomischer Zusammenhänge vorhanden sein muss. 2. Rendite- und Risikomaße Um die Performance unterschiedlicher Anlageklassen und Strategien miteinander (oder untereinander) zu vergleichen, bedarf es bestimmter Kennzahlen, von an dieser Stelle einige von besonderer Bedeu- tung kurz beschrieben werden. Manche Kennzahlen sind vergleichbar, wieder andere scheinen einen ähnlichen Umstand zu beschreiben, unterscheiden sich bei näherer Betrachtung aber deutlich, so dass eine sorgfältige Auswahl und Beachtung der Unterschiede ratsam ist. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, Renditen über mehrere Perioden arithmetisch oder geometrisch zu erfassen und zu vergleichen. Die durchschnittliche Rendite in arithmetischer Form (𝑟̅𝐴) lässt sich wie folgt ermitteln: 𝑟̅𝐴 = 1 𝑇 ∑ 𝑟𝑡 𝑇 𝑡=1 Die Renditen der einzelnen Betrachtungszeiträume (𝑟𝑡)werden aufsummiert und durch die Anzahl dieser Zeiträume geteilt. Es wird keine Wiederanlage der erzielten Renditen unterstellt. Die Berech-

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