Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

BAI Informationsbroschüre Hedgefonds

Informationsbroschüre Hedgefonds 10 Die Abbildung zeigt, dass Managed Futures insbesondere in Phasen von Marktkorrekturen eine starke Performance vorzuweisen haben. Dies gilt sowohl für die abgebildete russische Krise von 1998, das Platzen der Dotcom-Blase als auch für die Finanzkrise der letzten Jahre. 1.2.2 Event Driven Besondere oder außergewöhnliche Ereignisse sind die Grundlage, auf derer das Management eines Event Driven-Fonds tätig wird. Solche Ereignisse können Insolvenzen, Restrukturierungen, Unter- nehmenszusammenschlüsse oder -übernahmen (M&A) und Spin-Outs von Unternehmensteilen sein. Der Hedgefonds versucht, durch die korrekte Vorhersage von Eintritt und Zeitpunkt eines dieser Er- eignisse einen Ertrag zu generieren. Die Unsicherheit, die damit verbunden ist, verlangt nach einer hohen Risikoprämie, wodurch diese Fonds potentiell überdurchschnittliche Renditen erwirtschaften können. Distressed-Hedgefonds beschäftigen sich mit Unternehmen, die sich in finanziellen und/oder operationellen Schwierigkeiten befinden. Dies können bspw. Insolvenzverfahren, Notverkäufe oder Restrukturierungen sein. Derartige Unternehmen werden aufgrund des erhöhten Risikos mit einem Kursabschlag gehandelt, wodurch das Kurssteigerungspotential im Falle einer Weiterführung des Un- ternehmens sehr groß sein kann. Es kann sich aber auch um Fusions- oder Übernahmesituationen handeln, bei der nach eingehender Analyse durch das Fondsmanagement festgestellt wird, dass der Kaufpreis zu hoch bzw. zu niedrig angesetzt ist. Da diese Strategie sehr risikoreich sein kann, wird sie vornehmlich von großen Hedge- fonds verfolgt, die ihre Positionen zudem – bspw. mit Optionsgeschäften – absichern. Im Falle dieser Merger Arbitrage-Strategie kauft der Manager die Aktie des Zielunternehmens und verkauft die Ak- tie des Käufers leer. Geht er jedoch von einem Scheitern der Übernahme aus, so kann er dies durch die Einnahme der entgegengesetzten Position ausdrücken. Darüber hinaus können auch Unternehmensan- leihen, bestimmte Fremdkapitalanteile oder Forderungen gegen ein beteiligtes Unternehmen gehandelt werden. Generell ist zwischen zwei Möglichkeiten, sich an solchen Gesellschaften zu beteiligen, zu differenzieren. Zum einen können Hedgefonds-Manager aktiv an den Gesprächen zur finanziellen Restrukturierung und Refinanzierung teilnehmen. Oftmals sind es Großbanken, die in diesen Hedge- fonds investiert sind. Zum anderen kann der Fonds als passiver Investor lediglich die Aktien, Anleihen oder Derivate der betroffenen Unternehmen erwerben, ohne selbst aktiv die Umstrukturierung mitzu- gestalten. Der Fondsmanager kann mit einer Long-Position auf eine positive Entwicklung oder aber mit einer Short-Position auf ein Scheitern des Unternehmens setzen. Diese Strategie wird auch als Risk Arbitrage bezeichnet, da bei Merger Arbitrage-Strategien im Grunde Chancen und Risiken ge- handelt werden, dass das Ereignis so ausgeht, wie das Hedgefonds-Management es sich erhofft und entsprechend gehandelt hat. Unter Special Situations sind alle diejenigen Strategien zusammengefasst, die neben Distressed und Merger Arbitrage darauf setzen, dass bestimmte Ereignisse Einfluss auf Aktien oder Derivate haben, die von den Hedgefonds gehandelt werden. Dazu gehören beispielsweise Aktienrückkaufprogramme, Ausgliederungen oder der Verkauf von Unternehmensteilen sowie Kapitalerhöhungen. 1.2.3 Relative Value Relative Value-Strategien setzen Arbitragegeschäfte um, die mittels Aktien, Anleihen oder Derivaten implementiert werden können. Da es sich in der Regel um sehr geringe Bewertungsunterschiede han- delt, setzen Relative Value-Fonds meist einen hohen Fremdkapitalbetrag und Derivate ein, um die Erträge zu hebeln. In Bezug auf die Convertible Arbitrage-Strategie werden Wandelanleihen, die einen festen Kupon und das Recht enthalten, zu einem festgelegten Zeitpunkt einen Wandel in die

Seitenübersicht